Autor: Friedrich Niederwieser, Gutachter und Schätzmeister bei Simply Way.
Sie haben eine geerbte Goldkette zu Hause. Sie legen das wertvolle Schmuckstück auf Ihre feine Küchenwaage oder Briefwaage. Das digitale Display zeigt exakt 20,0 Gramm an. Mit diesem Wissen und einer klaren Erwartungshaltung machen Sie sich auf den Weg zu einem Ankäufer, um das Edelmetall in Bargeld zu verwandeln. Doch dort erleben Sie eine Enttäuschung: Die geeichte Profi Waage zeigt ein geringeres anrechenbares Gewicht, vielleicht nur 19,5 Gramm. Sofort schrillen bei vielen Menschen die Alarmglocken. Werden Sie gerade über den Tisch gezogen? Ist das der Versuch eines Betrugs?
Mein Name ist Friedrich Niederwieser, ich bin Gutachter und Schätzmeister bei der Simply Way GmbH. In meiner täglichen Praxis erlebe ich genau diese Situation, diese Unsicherheit und dieses Misstrauen immer wieder. Ich verstehe Ihre Sorge vollkommen. Wer etwas Wertvolles besitzt, möchte absolute Sicherheit und einen fairen Ablauf. Wir bei Simply Way haben es uns zur Aufgabe gemacht, Ihnen die Angst vor dem Goldverkauf zu nehmen. Deshalb erkläre ich Ihnen in diesem Ratgeber ganz offen und transparent, wie es zu diesem Gewichtsunterschied kommt. Das Geheimnis liegt im Verschluss der Kette. Genauer gesagt: in der verborgenen Mechanik. Wenn wir beim Thema Gold wiegen den Abzug der Stahlfeder besprechen, geht es nicht um versteckte Gebühren, sondern um physikalische Notwendigkeiten und eine absolut korrekte Wertermittlung.
Der Schritt, eigenes Edelmetall zu veräußern, erfordert Vertrauen. Oft handelt es sich um Erinnerungsstücke, geerbten Schmuck oder Münzen, deren genauen Wert man selbst nicht einschätzen kann. Sie suchen Expertise und Sicherheit. Wenn dann die Waage beim Schätzmeister plötzlich weniger anzeigt als Ihre Waage zu Hause, entsteht sofort ein Konflikt. Doch dieser Konflikt beruht auf einem einfachen technischen Detail, das viele Laien nicht kennen.
Eine Kette besteht in der Regel aus den Kettengliedern und dem Verschluss. Die Kettenglieder sind durchgehend aus der jeweiligen Goldlegierung gefertigt, zum Beispiel aus 585er oder 750er Gelbgold. Wenn Sie die Kette als Ganzes wiegen, wiegen Sie das Bruttogewicht. Der Schätzmeister interessiert sich jedoch ausschließlich für das Nettogewicht des reinen Edelmetalls. Alles, was nicht aus Gold, Silber oder Platin besteht, muss und wird bei einer seriösen Bewertung abgezogen.
Dies ist ein zentraler Bestandteil unserer transparenten Prüfung, die stets direkt in Ihrem Beisein stattfindet. Wir trennen streng zwischen dem wertvollen Edelmetall, das wir Ihnen zum aktuellen Tagespreis vergüten, und den unedlen Komponenten, die funktionsbedingt in einem Schmuckstück verbaut sind. Und die häufigste unedle Komponente bei Halsketten und Armbändern verbirgt sich im Inneren des Verschlusses.
Haben Sie sich jemals gefragt, wie der Verschluss Ihrer Kette eigentlich funktioniert? Egal ob es sich um einen klassischen Federringverschluss oder einen Karabiner handelt: Wenn Sie den kleinen Hebel zurückziehen, spüren Sie einen Widerstand. Lassen Sie den Hebel los, schnappt der Verschluss automatisch und sicher wieder zu. Dieser Mechanismus schützt Ihr Schmuckstück davor, sich unbemerkt zu öffnen und verloren zu gehen.
Verantwortlich für diesen Widerstand und das Zurückschnappen ist eine winzige Spiralfeder im Inneren des Verschlussgehäuses. Und hier kommt die Materialkunde ins Spiel: Gold ist in seiner reinen Form ein extrem weiches und dehnbares Metall. Selbst wenn es mit anderen Metallen wie Kupfer oder Silber zu einer härteren Legierung vermischt wird, besitzt es nicht die notwendigen federnden Eigenschaften. Eine Feder aus Gold würde nach wenigen Malen Öffnen und Schließen ausleiern, brechen oder schlichtweg ihre Spannung verlieren. Der Verschluss würde offen stehen bleiben.
Deshalb greifen Schmuckhersteller auf der ganzen Welt zu einem bewährten Trick. Sie bauen in das Gehäuse aus Gold eine kleine, robuste Feder aus Stahl ein. Stahl besitzt genau die federnden und beständigen Eigenschaften, die für diesen Mechanismus über Jahre hinweg benötigt werden. Diese Stahlfeder ist von außen nicht sichtbar. Sie ist komplett vom Gold des Verschlusses umschlossen.
Wenn wir nun beim Gold wiegen den Abzug der Stahlfeder vornehmen, ziehen wir genau dieses unedle Gewicht ab. Eine solche Stahlfeder wiegt je nach Größe des Verschlusses meist zwischen 0,1 und 0,5 Gramm. Bei sehr massiven Herrenketten kann der Verschluss sogar noch schwerere Federn enthalten. Ein seriöser Schätzmeister wird Ihnen dieses Detail immer erklären. Wir zahlen Ihnen sofortiges Bargeld für Ihr Gold, aber eben nicht für den Stahl der Feder. Das ist kein Betrug, sondern schlichtweg die faire und korrekte Trennung von Edelmetall und Fremdmaterial.
Neben den klassischen Karabinern und Federringen gibt es eine weitere Variante, die in den letzten Jahren enorm an Beliebtheit gewonnen hat. Oft wird nach dem Begriff „Goldkette Verschluss Magnetisch“ gesucht. Magnetverschlüsse bieten einen unschlagbaren Komfort. Besonders für ältere Menschen, Personen mit eingeschränkter Feinmotorik oder für jene, die es einfach eilig haben, ist ein Magnetverschluss ein Segen. Die beiden Enden der Kette ziehen sich fast wie von selbst an und schließen sicher. Man muss nicht mehr umständlich mit den Fingernägeln an einem winzigen Hebel im Nacken hantieren.
Doch wie verhält es sich hier mit dem Material und dem Gewicht? Bei einem magnetischen Verschluss an einer Goldkette ist die Diskrepanz zwischen Brutto- und Nettogewicht in der Regel noch deutlich größer als bei einer kleinen Stahlfeder. Ein Magnetverschluss besteht aus zwei sehr starken Magneten (oft Neodym-Magnete), die lediglich mit einer dünnen Schicht aus Gold überzogen (vergoldet) oder in eine Kapsel aus Gold eingefasst sind.
Der Magnet selbst ist kein Edelmetall. Er ist sogar verhältnismäßig schwer. Wenn Sie eine Kette mit einem solchen Magnetverschluss besitzen und zu uns in die Filiale bringen, müssen wir das Gewicht der eingebauten Magnete vollständig vom Gesamtgewicht abziehen. Da ein Magnet deutlich massiver ist als eine feine Stahlfeder, kann der Gewichtsabzug hier schnell ein bis drei Gramm betragen.
Wir bei Simply Way legen größten Wert auf Diskretion und eine verständliche Erklärung. Wenn Sie mit einer solchen Kette zu uns kommen, zeigen wir Ihnen genau, wo das Gold aufhört und der Magnet anfängt. Wir prüfen das nicht im Hinterzimmer, sondern direkt vor Ihren Augen. Sie sollen jeden unserer Schritte nachvollziehen können.
Oft glauben Kunden diese Erklärung erst, wenn sie es mit eigenen Augen sehen. Die gute Nachricht ist: Sie können das Phänomen der Stahlfeder oder des Magnetverschlusses ganz einfach und bequem zu Hause in Ihrem Wohnzimmer selbst testen. Dies ist ein hervorragender Weg, um sich auf den Besuch bei unserem Schätzmeister vorzubereiten und ein Gefühl für Ihr Schmuckstück zu bekommen.
Dazu benötigen Sie lediglich einen handelsüblichen, starken Magneten. Ein einfacher Kühlschrankmagnet reicht manchmal nicht aus, besser ist ein kleiner Neodym Magnet oder ein stärkerer Haushaltsmagnet.
So führen Sie den Test durch:
Was Sie in diesem Moment beobachten, ist nicht etwa der Beweis, dass Ihre Kette eine Fälschung ist. Es ist der eindeutige physikalische Beweis für die Existenz der Stahlfeder im Inneren des Verschlusses! Stahl ist magnetisch und wird stark angezogen. Das umgebende Goldgehäuse lässt die Magnetkraft problemlos durch.
Wenn Sie eine Kette haben, bei der auch die Kettenglieder vom Magneten angezogen werden, handelt es sich leider nicht um massive Goldstücke, sondern meist um vergoldeten Stahl oder ein anderes unedles Metall. Auch das klären wir bei unserer kostenlosen und unverbindlichen Schätzung gerne für Sie. Unser Ziel ist es, Ihnen absolute Klarheit zu verschaffen.
Wie gehen wir nun konkret vor, wenn Sie uns in unserem Geschäftslokal in Innsbruck besuchen? Wir haben Prozesse etabliert, die an die Professionalität einer Bank erinnern, jedoch die persönliche Betreuung eines Familienunternehmens bieten. Wir arbeiten mit Handschlagqualität und klaren, nachvollziehbaren Schritten.
Schritt 1: Die Begutachtung Sie bringen Ihre Schmuckstücke zu uns. Unser Schätzmeister nimmt sich Zeit für Sie. Wir sortieren die Stücke nach Legierungen (z.B. 585er oder 750er Gold). Bei Ketten prüfen wir sofort den Verschluss. Mit speziellen Werkzeugen, feinen Lupen und hochpräzisen, geeichten Waagen ermitteln wir das Gewicht.
Schritt 2: Der Gewichtsabzug und die Nettoberechnung Direkt in Ihrem Beisein führen wir, falls nötig, den Abzug für unedle Teile durch. Bei einem normalen Karabinerverschluss setzen wir dafür Erfahrungswerte an oder, wenn der Verschluss defekt ist und nicht mehr benötigt wird, trennen wir das unedle Innenleben mit Ihrem Einverständnis heraus, um das exakte Nettogewicht des Goldes auf die Nachkommastelle genau zu ermitteln. Wir erklären Ihnen jeden Handgriff. Sie sehen die Waage, Sie sehen das Schmuckstück, es gibt keine Geheimnisse.
Schritt 3: Das unverbindliche Angebot Basierend auf dem ermittelten reinen Goldgewicht berechnen wir den Wert anhand des aktuellen, fairen Tageskurses. Unser Angebot ist völlig kostenlos und unverbindlich. Sie haben keinerlei Druck. Sie können sich in Ruhe entscheiden. Nutzen Sie vorab auch gerne unseren Goldrechner auf der Website, um sich einen ersten Überblick zu verschaffen.
Schritt 4: Sofort Bargeld Entscheiden Sie sich für den Verkauf, erhalten Sie sofort Ihr Geld. Wir zahlen Ihnen den Betrag unkompliziert in Bar aus. Ohne Wartezeit, ohne versteckte Gebühren, ohne komplizierte Überweisungen (es sei denn, Sie nutzen unseren sicheren Postversand, dann überweisen wir den Betrag umgehend auf Ihr Konto).
Mir, Friedrich Niederwieser, und dem gesamten Team der Simply Way GmbH ist es eine Herzensangelegenheit, dass Sie sich beim Verkauf Ihrer Werte sicher und verstanden fühlen. Wir wissen, dass der Markt für Laien oft undurchsichtig wirkt. Genau deshalb setzen wir auf konsequente Aufklärung. Wenn Sie verstehen, warum beim Gold wiegen der Abzug der Stahlfeder unumgänglich ist und wie ein magnetischer Goldkettenverschluss technisch aufgebaut ist, können Sie mit einem guten, sicheren Gefühl in die Bewertung gehen.
Sie haben Altgold, geerbten Schmuck oder Münzen, deren Wert Sie nicht genau kennen? Überlassen Sie nichts dem Zufall und vertrauen Sie auf nachvollziehbare Expertise. Holen Sie sich noch heute Ihr unverbindliches Angebot. Besuchen Sie uns in unserer Filiale in Innsbruck für eine persönliche Schätzung in Ihrem Beisein oder nutzen Sie unseren versicherten, geschützten Postversand mit Gold-zurück-Garantie. Wir freuen uns darauf, Ihnen den transparenten und modernen Weg zu fairem Bargeld zu zeigen.
Wir wissen, dass Vertrauen die wichtigste Währung in unserer Branche ist. Deshalb lassen wir gerne unsere Kunden sprechen, die den Weg zu Simply Way bereits gegangen sind.
Um Ihnen noch mehr Sicherheit zu geben, beantworte ich hier die häufigsten Fragen, die unsere Kunden an mich als Gutachter stellen.
Ja, sie sind hervorragend geeignet für Personen, die Wert auf hohen Komfort legen und sich beim Anlegen von Schmuck nicht anstrengen möchten. Man muss jedoch beim Verkauf wissen, dass der Magnet kein Gold ist und sein teils hohes Gewicht vom Gesamtgewicht der Kette abgezogen wird. Für den täglichen Gebrauch sind sie sicher und praktisch.
Reines Gold sowie klassische Goldlegierungen für Schmuck reagieren überhaupt nicht auf Magnete. Sie sind diamagnetisch. Wenn ein Schmuckstück stark vom Magneten angezogen wird, enthält es entweder einen funktionalen Stahlkern (wie die Feder im Verschluss) oder es besteht aus unedlen Materialien und ist lediglich vergoldet.
Richtiges Wiegen von Edelmetallen erfordert eine geeichte Präzisionswaage, die auf Zehntel- oder Hundertstelgramm genau arbeitet. Wichtig ist die Ermittlung des Nettogewichts. Das bedeutet: Farbsteine, Brillanten, Stahlfedern in Verschlüssen oder Emaille-Verzierungen müssen in der Berechnung abgezogen werden, da nur das reine Edelmetall den materiellen Wert auf Basis des Tagespreises bestimmt.
Diese klassische Scherzfrage zielt auf die physikalische Dichte ab. Natürlich wiegt ein Kilogramm immer exakt ein Kilogramm, unabhängig vom Material. Allerdings nimmt 1 kg Federn ein gigantisches Volumen ein, während 1 kg Gold gerade einmal etwa die Größe eines handelsüblichen Smartphones hat, da Gold eine extrem hohe Dichte besitzt.
Die Kette selbst darf nicht magnetisch sein. Wie oben im Text detailliert erklärt, ist lediglich der kleine Bereich des Verschlusses magnetisch, da sich im Inneren des Karabiners oder Federrings eine unverzichtbare Stahlfeder für den Schließmechanismus befindet.
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